Quartiersqualitäten

Aus der Vision wird Wirklichkeit

Der Innovationspark Heiligenhaus, ein Projekt, welches in seiner Größe und Komplexität der langjährigen Vorbereitung und Planung bedurfte, nimmt nun sehr konkret Gestalt an. Im Zuge der Bauleitplanung der Stadt Heiligenhaus wurde mittels der Bebauungspläne Nr. 57 und Nr. 58 bereits Baurecht in den ersten zwei Bauabschnitten geschaffen. Die in den Bebauungsplänen enthaltenen Grundzüge der Planung und Festsetzungen legen das Fundament für eine Entwicklung eines Gewerbequartiers der Zukunft. Der Innovationspark bietet alle Vorzüge der Peripherie (hoher Grünanteil im Quartier, grüne „Pausen-Außenräume“, Trimm-dich-Pfad, Weitblick, reizvolle Landschaft…) – ohne ihre Nachteile. Verkehrsanbindung, Nahversorgung, Kinderbetreuung – im Rahmen des integrierten Planungsprozesses und über entsprechende Serviceangebote wird sichergestellt, dass sämtliche Bedarfe vor Ort bedient werden.

Im interdisziplinären Verbund aus Experten der Stadt Heiligenhaus, der SBEG, der Stadtwerke Heiligenhaus sowie Netzwerkpartnern und Investoren wurden (und werden weitere) Maßnahmen und Angebote entwickelt, welche den Anforderungen eines nachhaltigen und innovativen Gewerbequartiers Rechnung tragen. Über das Ausspielen der Potenziale der Digitalisierung werden – ausgehend von der herausragenden Infrastruktur im Quartier (Glasfaser, 5G) – Angebote der intermodalen Mobilität, Elektromobilität sowie Sharing-Modelle geschaffen.

Vom Reißbrett durch alle Instanzen: Rahmen- und Bauleitplanung

Bereits 2016 wurde die Vision eines Gewerbequartiers mit besonderer Adressbildung in einer umfangreichen städtebaulichen Rahmenplanung niedergelegt. Diese diente als Ausgangspunkt für weitere Schritte in der Flächenbevorratung sowie der Bebauungsplanung. Die bereits rechtskräftigen Bebauungsplänen Nr. 57 und 58 spiegeln den Anspruch an eine nachhaltige Stadtentwicklung wider und dienen der Schaffung eines attraktiven Grundstückangebots (derzeit rund 10 ha planungsrechtlich gesicherte GE-Flächen). Aufstellungs- und Satzungsbeschlüsse weiterer Bebauungspläne folgen 2020 – 2022.

Zu der Rahmenplanung
Zu den Bebauungsplänen

Gestaltung eines nachhaltigen Quartiers

Für die Planung und Erschließung des Innovationsparks dienen die Maßgaben der Nachhaltigkeit, Biodiversität sowie des Klimaschutzes als wichtige Leitplanken. So wurde im Rahmen der Bauleitplanung z.B. extensive Dachbegrünung, LED-Straßenbeleuchtung, die Verwendung heimischer Gehölze festgesetzt. Die Freiraumplanung umfasst Grünachsen und Grünflächenanteil. Für Maßnahmen der intensiven Begrünung sowie Fassadenbegrünung stehen Beratungsangebote und lokale Partner bereit.

Über innovative Konzepte zur Regenwassernutzung und -versickerung sowie zur Brauchwassernutzung sollen Beiträge zum Ressourcenschutz (Trinkwassereinsparung, Stärkung des lokalen Wasserkreislaufs, Bodenschutz) geliefert werden. Darüber hinaus wird das Mikroklima am Standort verbessert und die lokale Vegetation gestärkt. Gemeinsam mit den Stadtwerken Heiligenhaus werden derzeit attraktive Contracting-Modelle für Investoren entwickelt. In diesem Kontext erfolgte im Dez. 2019 eine Antragsstellung beim Programm „Urban Innovative Actions“.

Urban Innovative Actions
Planungs- und Gestaltungsleitfaden

Verkehrsanbindung in Zeiten von intermodaler Mobilität, Sharing-Systemen und elektromobilen Lösungen

Der Innovationspark Heiligenhaus verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Durch den bestehenden direkten Anschluss über die A44 ins Ruhrgebiet seit 2018 und den Lückenschluss zur Rheinschiene (A3) mit den Flughäfen Köln und Düsseldorf sowie dem Hafen in Duisburg ist das Gebiet mit dem Auto aus allen Richtungen in wenigen Minuten erreichbar. Über die angrenzenden Bushaltestellen ist das Gebiet mit dem Nah- und Fernbahnverkehr (über die S-Bahn-Stationen Hösel und Ratingen-Ost) verbunden. Eine Schnellbuslinie verbindet Heiligenhaus mit Essen Hbf. Perspektivisch strebt Heiligenhaus gemeinsam mit den Nachbarkommunen und dem Kreis Mettmann die Einrichtung einer (elektromobilen) A44-Schnellbuslinie Richtung Düsseldorf an. Die Einbettung in das gut ausgebaute überregionale Radwegenetz und der Anschluss an den PanoramaRadweg laden zum intermodalen Pendeln (z.B. S-Bahn/ICE & Rad) ein. Gemeinsam mit Vordenkern und schlagkräftigen Umsetzern werden derzeit Konzepte und konkrete Angebote erarbeitet, um die Themen E-Mobiltät und Sharingsysteme zum Standortvorteil für Firmen auszubauen.

Infoplan ÖPNV / Radwegenetz

Naturschutz & Biodiversität – von wichtigen Herausforderungen und vielfältigen Möglichkeiten sich zu engagieren

Die Umsetzung der Planung des Innovationspark, auf vormalig landwirtschaftlich genutzten Flächen, bedingt einen Eingriff in Natur und Landschaft. Im Zuge der Bauleitplanung wurde ein landschaftspflegerischer Fachbeitrag zu Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erarbeitet. Es hat sich gezeigt, dass eine vollständige Kompensation des Eingriffs im Plangebiet dabei nicht möglich ist. Der notwendige Ausgleich im Sinne der Eingriffs-/ Ausgleichregelung erfolgt daher auch außerhalb des Plangebiets; dabei sind Maßnahmen vorgesehen wie u.a. die naturnahe Umgestaltung der Anger im Bereich „Bremenbusch“, die Anpflanzung einer Baumreihe östlich der Ratinger Straße. Um dem Artenschutz bestmöglich gerecht zu werden, wurde der Baumbestand der Friedhofsallee komplett erhalten – eine parallele neue Erschließungsachse geplant und gebaut und die Friedhofsallee entsiegelt. Denn: Die Alleebäume dienen der Zwergfledermaus Verbindung zwischen den Quartieren und zudem als Nahrungshabitat.

Auch im Zuge der weiteren Entwicklung des Quartiers dienen Naturschutz und Biodiversität als wichtige Leitlinien. „Grün statt Stein“ – dieses Leitbild spiegelt sich schon in den planungsrechtlichen Festsetzungen zu Dachbegrünung, Grünanteil, Pflanzgeboten etc. wider und kommt darüber hinaus auch in der Gestaltung der Freianlagen (Rasenflächen, Baumscheiben etc.) zum Tragen. Hier soll ein großes Angebot an Blühpflanzen geschaffen werden (artenreiche Wiesensaatgutmischungen, Blumenwiesen). Bienenwiesen und Imkerangebote, ein jährliches Ernteevent auf den Streuobstwiesen der Ausgleichsflächen, die Platzierung regionaler Produkte… – gemeinsam mit dem Umweltbildungszentrum und in Kooperation mit dem Förster werden im Innovationspark spannende Aktionen und Projekte ins Leben gerufen. Engagieren Sie sich auch?

Digitale Infrastruktur — vernetzt in die Zukunft

Im Zuge der laufenden Erschließung der Flächen des Innovationspark erfolgt der Ausbau eines gebietsabdeckenden Glasfasernetzes mit FTTH-Standard (bis 1.000 MBit/s) durch die Deutsche Telekom Technik GmbH. Um netzbasierten Geschäftsmodellen, digitalen Dienstleistungen sowie smarter Gebäudetechnik die bestmöglichen Bedingungen zu bieten, steht ab Mitte 2020 zusätzlich das LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) der Stadtwerke Heiligenhaus im Projektgebiet zur Verfügung. Ein 5G-Funkmast, welcher (zuerst im 4G-Standard) in unmittelbarer Nähe südöstlich des Innovationsparks errichtet wird, rundet das Angebot entsprechend ab. Sehr gerne beraten wir interessierte Unternehmen zu den Möglichkeiten im Projektgebiet und Ihren Anforderungen.

Aufenthaltsqualität & Nahversorgung —
ein besonderer Standort für Ihre Mitarbeiter

Bei der integrierten Planung des Innovationsparks stehen die Bedarfe der zukünftigen Nutzer im Mittelpunkt. Die landschaftlich reizvolle Lage sowie die Topographie des Gebietes bieten zahlreiche Sichtachsen in die freie Natur. Daran anknüpfend verfolgt die Gestaltung der Außenbereiche die Schaffung zusätzlicher Freiraum- und Nutzungsqualitäten. Freie Aufenthaltsbereiche, mit Verweil-Plateaus und einem Trimm-Dich-Pfad, sowie gastronomische Angebote im Plangebiet (im Bereich des Platzentrées sowie am geplanten Hotelstandort im Süden des zweiten Bauabschnitts) zielen auf maximale Mitarbeiterzufriedenheit am Standort. In Kooperation mit der Stadt Heiligenhaus werden die Bedarfe der Unternehmen auch im Bereich der Kinderbetreuung bedient – neben dem vorhandenen Angebot besteht die Möglichkeit, bei Bedarf, eine Gebiets- oder Betriebs-KiTa einzurichten.